BLACKOFFICE

2017 wurde im Regierungsbezirk Düsseldorf die Blackoffice Produzentengalerie eröffnet. Zahlreiche Ausstellungen, Events und Präsentationen begleiteten unseren Weg. Die Produzentengalerie war ein beliebter Kunstort und verband Kunst mit Menschen. Ob Studenten der Düsseldorfer Akademie, Künstler aus Köln, Aachen, Bonn oder Frankfurt, die Galerie war im Gespräch und wurde durch öffentliche Mittel gefördert. Im Dezember 2020 schloss die Galerie ihre Pforten aufgrund der anhaltenden Pandemie und zog sich in den Hinterhof zurück, wo Achim Schmacks sein Atelier betreibt. Im Januar 2022 wurden Büro- und Atelierraum umstrukturiert und das Blackoffice Kulturbüro eröffnet. Hier findet Kunst statt, hier formieren sich Künstler und erkunden neue Wege, unabhängig von öffentlichen Mitteln und Pandemien.      

Folgende Künstler und Künstlerinnen haben in der Galerie von 2017 bis 2020 ausgestellt:

Christina Webeler - Hanne Horn - Harriet Davis - Birgitta Jacoby - Sigrid Beuting - Günter Claus - Nick Esser - Seddik Gasmi - Gabi Kaiser - Susanne Pfefferkorn - Amos Plaut - Markus Schultz - Friederike Vahlbruch - Barbara Verhoeven - Elena Wohlreich - Michael Dohle - Andreas Borowy - C.U. Frank - Mareike Niederer - Johanna Clara Becker - Anna Christina Nendza - Nina E. Reiter - Gabriela Berest - Gabriele Weide - Petra-Marita Sadowski - Walburga Feistl - Erik Staub - Lidia B. Gordon - May Atashkar - Ulrich Liedtke - Bernadett Wiethoff - OSTER+KOEZLE - Ute Augustin-Kaiser - Daniela Baumann -  Marion Müller-Schroll - Marcus Schmitz . 

KULTURBÜRO 2022

Wir möchten neue Wege erkunden und noch in der Pandemie einen Neustart wagen. Neustart bedeutet für uns nicht, dass wir alte Strukturen wieder aufnehmen. Neustart bedeutet, dass wir eine neue Form von Kommunikation eingehen. Neue Kommunikation bedeutet nicht, dass wir uns immer und immer wieder den neuen Medien und digitalen Plattformen hingeben, neu bedeutet, dass wir nicht nach Effizienz und Optimierung streben, sondern das menschsein in den Vordergrund stellen. Neu ist nicht neu, denn wir sind darauf bedacht, dass Dinge, die uns umgeben nachhaltig sind, das vorhandene genutzt wird. Retro - eine neue Zeit.     

PHILOSOPHIE

Die Pandemie führte uns vor und zeigt unverblümt, welchen Stellenwert die Kunst und Kultur in einem Industrieland hat. Die Künstler der Neuzeit sind Multitalente. Die Künstler der Neuzeit sind Grafiker, Influencer, Kuratoren, Aussteller, Buchhalter und auch Bürokraten. Die Künstler der Neuzeit beschäftigen sich mit langen Ausschreibungsverfahren und Fördergeldanträgen. Das Blackoffice Kulturbüro möchte quälende Faktoren aus diesem Kreis herausnehmen und bildet neue Kreise, der Künstler ist Kreis mitsamt der Kunst, in diesem Sinne arbeiten wir mit der ebenen geometrischen Form. Ohne äußere Einflüsse dürfen sich Künstler in ihrem Kreis bewegen. Das Blackoffice Kulturbüro macht Kollegen sichtbar, fordert nicht. Jeder Künstler/jede Künstlerin macht, was er/sie kann, es gibt keine Pflichten oder Aufgaben, ein Miteinander und das Schaffen von Synergien stehen auf dem Programm. Noch in einer Pandemie befindlich müssen wir umdenken, wir müssen darüber nachdenken, was wir investieren und ob sich Investitionen und Manpower positiv auf unsere Arbeit und unseren Unterhalt auswirken. Mit Mitteln aus Wirtschaft und Spenden möchten wir unsere Kunst öffentlich machen, denn Kunst ist das, was uns antreibt. Profitieren sollen Künstler und das Publikum. Ob Autodidakten oder Meisterschüler, wir arbeiten gemeinsam an unseren Zielen, wir unterscheiden nicht, wir schauen auf das Ergebnis und die Professionalität. Systemrelevanz müssen wir nicht diskutieren oder einfordern, wir sind es.    

WERTE

Künstler schaffen Werte, sammeln Werte und archivieren Werte. Ob ein Künstler, eine Künstlerin einen Marktwert hat, das entscheiden nicht die Künstler. Wir möchten uns von Strukturen des 20sten Jahrhunderts lösen und den Betrachtern und Kunstfreunden einen freien Entscheidungswillen zutrauen. Kunst gefällt oder gefällt nicht. Kunst berührt die Seele, lässt tief blicken oder erfreut das Gemüt. Für uns ist es wichtig, dass Künstler ihre Arbeit mit Leib und Seele machen, nicht, weil Sie es müssen oder nichts anderes können, sondern weil sie sich berufen fühlen und ihrem Beruf nachgehen. Werke, die für einen Kunstmarkt entstehen, sieht man es an. Nimmt der Künstler, die Künstlerin den Pinsel in die Hand und führt jeden Pinselstrich in der Hoffnung, dass die Arbeit Abnehmer findet, dann entsteht sehr wahrscheinlich ein relativ seelenloses Werk. Künstler müssen leben, haben Kosten. Material und Atelier müssen finanziert werden. Der Verkauf gehört dazu und ist Teil des Geschäfts, solange wir in dieser Gesellschaft mit diesen Anforderungen leben. Zum Denken möchten wir anregen, nicht zum sammeln von Spekulationsobjekten, wir möchten berühren und eine ehrliche Arbeit anbieten und abliefern. 

Wir möchten Betrachter dazu bewegen sich völlig frei von äußeren Eindrücken und Meinungen der Kunst anzunähern.  

Die Kunst ist nur Kunst, wo sie sich Selbstzweck, wo sie absolut frei, sich selbst überlassen ist, wo sie keine höheren Gesetze kennt als ihre eigenen, die Gesetze der Wahrheit und Schönheit. (Ludwig Feuerbach)